Im Sommersemester 2025 halte ich folgende Lehrveranstaltung an der PTH:
Am 19. Juni 325 begann in Nizäa, im heutigen Iznik in der Türkei, eine Kirchenversammlung, die als erstes ökumenisches Konzil der Christenheit in die Geschichte eingehen sollte. Besonders bedeutsam ist das Glaubensbekenntnis, das auf dem Konzil verabschiedet wurde, denn es bildet die Grundlage für das Nicäno-Konstantinopolitanum, das bis heute das gemeinsame Glaubensbekenntnis fast aller christlichen Kirchen und somit auch von immenser Bedeutung für das ökumenische Gespräch ist. Das Glaubensbekenntnis von Nizäa ist Produkt heftiger innerkirchlicher Auseinandersetzungen, die auch Jahrzehnte nach seiner Verabschiedung anhielten, so dass es ein weiter Weg war, bis es zur Grundlage christlichen Glaubens werden konnte. Bis heute wirft das Konzil in unterschiedlicher Hinsicht Fragen auf. Der 1700. Jahrestag des Konzils, den die Christenheit in diesem Jahr feiert, ist daher ein willkommener Anlass, diese Fragen in den Blick zu nehmen und nach der Bedeutung des Konzils von Nizäa und seines Glaubensbekenntnisses für heute zu fragen. Dabei wird auch die Frage zu stellen sein, ob wir wirklich glauben, was wir im Glaubensbekenntnis sagen. Ob wir (noch) verstehen, was das 1700 Jahre alte Glaubensbekenntnis in der Sprache seiner Zeit zum Ausdruck bringt, und ob seine Aussagen im 21. Jahrhundert noch vermittelbar sind. Und welche Rolle der Glaube von Nizäa sowie seine spätantike Rezeption für die Spiritualität und eine lebendige Gottesbeziehung spielt und spielen kann.
Termine: ab dem 7. April 2025 montags von 18:00 bis 20 Uhr über Zoom.
Anmeldung: per Mail an christian.uhrig@pth-muenster.de
Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen einen Zugangslink.
Christen glauben, dass in der Heiligen Schrift und durch die Geschichte Gott zu den Menschen spricht. Dem großen Atem des Geistes Gottes möchte das Webinar nachspüren, das sich sich seit mehreren Semestern an der PTH um ausgewählte Texte der Bibel, der Kirchenväter und der spirituellen Tradition verschiedener Epochen bis heute widmet.
Im Sommersemester 2025 stehen Erasmus von Rotterdam und der Humanismus im Mittelpunkt des Webinars. Bei vielen kirchlich verwurzelten Zeitgenossen ruft der Klang des Wortes „Humanismus“ nicht selten Ängste und Abwehrreaktionen hervor. Steht es nicht für eine (Selbst)Vergöttlichung des Menschen und eine radikale Ablehnung jeglicher Religion?
Stellen wir uns diesen Fragen und wagen wir eine Reise in die Renaissance, zu den Ursprüngen des Begriffs einer Wiederbesinnung auf die Potenziale des Menschseins – und zwar ausdrücklich im Rahmen einer christlichen Spiritualität. Sie haben richtig gelesen: Der Humanismus ist von Erasmus als christlicher auf Basis verschiedener theologisch-philosophischer Entwürfe der Italienischen Renaissance konzipiert worden.
Wir wollen versuchen, diese Urtexte des Christlichen Humanismus bei Erasmus und seinen Vorgängern aufzuspüren und seine anthropologischen Grundannahmen, aber auch ethischen Schlussfolgerungen und theologischen Eckpfeiler zu reflektieren – für das Heute. Als Referenten des Webinars begrüßen wir unseren Moraltheologen an der PTH, Prof. Dr. Rudolf Hein o.praem..
Das offene Online-Angebot richtet sich an alle, die spirituell auf der Suche sind und Antworten aus den Quellen christlichen Glaubens finden möchten.
Leitung: Prof. Dr. Gerhard Hotze und Prof. Dr. Christian Uhrig
Termine: 10. Aptil 2025, 15. Mai 2025, 12. Juni 2025, 17. Juli 2025, jeweils von 19:30 bis 21 Uhr über Zoom.
Referent: Prof. Dr. Rudolf Hein o.praem.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich für das Webinar per Mail an.
Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen vor jeder Sitzung einen Zugangslink.
Das Webinar wird dauerhaft weitergeführt. In jedem Semester wird ein Ankertext aus der Bibel oder der Spiritualitätsgeschichte unterschiedlicher Epochen im Mittelpunkt stehen und in unterschiedlicher Weise zusammen mit den Teilnehmenden und weiteren externen Referierenden entfaltet werden.